Der Kletterführerschein ist Teil der ersten 10 Einheiten therapeutisches Klettern, er bescheinigt, ob die Kinder die Hallenregeln, Knotenregeln und Sicherungsregeln beherrschen und richtig und konzentriert anwenden. Sollte dies nicht der Fall sein, dann dürfen die Kinder nur in einer Dreier-Seilschaft sichern. Die dritte Person steht beim Sichern zur Kontrolle zur Seite. Auch dies kann der Kletterführerschein bescheiningen. Falls es im Verlauf der weiterführenden Therapie zum Mißachten der Regeln oder eine unsorgfältige, unkonzentrierte Ausführung der Sicherungstechnik beobachtet wird, gibt es sogar Punkte am Bronxrock, wie in Flensburg.
In der Kontrollgruppe unseres Forschungsprojektes zum therapeutischen Klettern mit ADHS Kindern sind noch Plätze frei.
Die Kinder können, nachdem sie an Testungen für das Forschungsprojekt teilgenommen haben, umsonst an der "Ferienaktion HOCHHINAUS- therapeutisches Klettern" teilnehmen.
Die therapeutische Ferineaktion findet vom 5.-9. April 2010 von 9.30-12.30 Uhr statt.
AD(H)S stellt Kindern im Alltag immer neue Herausforderungen. Den Kindern fällt es häufig schwer, sich konzentriert, ruhig und zielgerichtet mit einer bestimmten Aufgabe auseinanderzusetzen. Dadurch können schon „normale Kleinigkeiten“ im familiären sowie schulischen Alltag zu großen Hindernissen werden.
Neben der medizinisch-therapeutischen Versorgung ist es wichtig, betroffenen Kindern ein Freizeitangebot zu schaffen, das therapeutische Aspekte mit Spaß und Erlebnis vereint. In Österreich wird Klettern bereits seit einigen Jahren erfolgreich als Therapie eingesetzt, denn es fördert die Wahrnehmung, Motorik, Konzentration und vermittelt eigen- und sozialverantwortliches Handeln.
Klettern hat einen vielseitigen Anforderungscharakter, sodass es geradezu prädestiniert ist, als erfolgreiches Therapiemedium eingesetzt zu werden. Klettern wirkt der AD(H)S Symptomatik entgegen und stärkt Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Alltagskompetenz.
Dies soll nun auch in einer Studie nachgewiesen werden, die in Kooperation mit der Universität Mainz und der Universität Köln durchgeführt und von der BRONX ROCK Kletterhalle unterstützt wird.
Seit zwei Jahren bereits findet in der BRONX ROCK Kletterhalle das therapeutische Klettern für Kinder mit AD(H)S „Hoch hinaus!“ statt. Der Kurs wird angeleitet von einer Ergotherapeutin und einem Kletterpädagogen, die beide über langjährige fachliche Erfahrung und hohe Kompetenz im Bereich AD(H)S verfügen.
Für die Studie werden Kinder zwischen 8-10 Jahren mit der Diagnose AD(H)S gesucht, die Lust auf ein regelmäßiges Klettertraining haben. Das kostenlose Klettertraining findet von Januar- März 2010 unter ergotherapeutischer und kletterpädagogischer Anleitung statt.
Interessierte Eltern können Ihr Kind am Info-Abend anmelden:
Montag, 30.11.09, 18:00 Uhr in der BRONX ROCK Kletterhalle in Wesseling.Anmeldungen unter 02236-890570.
Nach 9 Klettereinheiten in der Halle, hatten die Kinder genug Verhaltenspunkte gesammelt und sich ihre Abschlussaktion verdient.
Draußen konnten sie all das anwenden, was sie in der Halle erlernt hatten
Kletterkoordination und Bouldern
Sicherungstechnik mit Achterknoten, Knotenregeln, ATC oder Achter, Notbremse
In der 3er Seilschaft klettern und sichern
Zuhören bei Anweisungen für die Gruppe
Abwarten bis sie an der Reihe sind
Auf das Klettern und Sichern konzentrieren
Vorplanen, wo klettere ich her
Grenzen und Höhen-Angst überwinden
Mit großen Erfolgserlebnissen für die Kinder beim Klettern, Abseilen und gegenseitigem Sichern, Stolz bei den Eltern und einer glücklichen Therapeutin fand an einem sonnig Herbsttag in der Eifel die Therapeutische Klettergruppe HOCH HINAUS gemeinsam ihren Abschluss.
Die Bronxrock HOCHHINAUS Gruppe fand ihren Höhepunkt bei der Gipfelbesteigung des Mount Bronxrocks.
Es sollten unterschiedliche Kletter-Techniken auf dieser Expedition angewendet werden, um verschiedene Passagen des Berges zu erklimmen. Die Kinder wählten ihre Kletterrouten nach eigener Einschätzung der Fähigkeiten aus. Schon lange hatten sie sich auf diesen Tag durch verschiedene Kletterspiele, Technik-Training und das Sammeln von Verhaltenspunkten, zum Einlösen des Equipments, vorbereitet.
So musste z.B. ein Wasserfall überwunden werden, indem eine Seilschaft blind, nur durch Tasten, eine Kletterpartie überwand; bei der Eis- und Gletscherstelle kurz vor dem Gipfel sollte mit einem Pickel geklettert werden; auch das Überwinden von schwierigen Partien, wo man über Höhenunterschiede in der Wand und Kästen hinweg klettern sollte, gehörte mit zu den Anforderungen des Mount Bronxrocks. Zum Abschluss kletterten alle auf den Gipfel, um ihren wohlverdienten Proviant zu verzehren und ihren Erfolg zu feiern.